Turnerinnen spielen Pétanque

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18 Frauen und Mädchen (plus 1 männlicher Trainer) der Geräteturnerinnen des BTV Aarau besuchten den Pétanque Club Entfelden (PCE). Der Abend stand ganz im Zeichen einer Wiederbegegnung der jungen Turnerinnen nach dem durch Corona verursachten mehrmonatigen Trainingsausfall. Selbstverständlich wurde dem Schutzkonzept des PCE grösste Beachtung geschenkt.

 

Zum Geräteturnen gehören vier Disziplinen: Reck, Ringe, Minitrampolin und Boden. Am Mittwoch vergangener Woche kam für einen Abend eine fünfte dazu: Pétanque. Das Spiel mit den eisernen Kugeln und dem Cochonet (der Zielkugel aus Holz) dem (mit seinen eigenen Kugeln) so nah wie nur immer möglich zu kommen ist. Das Fazit vorneweg: Es war ein Riesenspass. Und die Erkenntnis: Turnerinnen sind dank ihren koordinativen Fähigkeiten äusserst begabte Pétanque-Spielerinnen.

 

«Ich wollte nach der langen Trainingspause etwas auf die Beine stellen, das den Kit unter den Mädchen und Frauen stärkt und den Teamgeist fördert. Ausserdem wollte ich meine Truppe mit etwas Neuem überraschen, mit etwas, das wir noch nie gemacht haben», sagte Trainerin und Hauptleiterin Sandra Boss (28).

 

Und in der Tat: Gingen die jungen Frauen in der ersten Runde (nach gründlicher Einführung in Spiel und Taktik durch PCE-Präsident Freddy Blatter) noch zögerlich zu Werk. War im zweiten und dritten Durchgang nichts mehr von Zurückhaltung zu spüren. Die Kugeln wurden gesetzt, wenn nötig geschossen, es wurde diskutiert, auf Millimeter gemessen und lautstark angespornt: «Das chasch besser Michelle!» Spiele voller Emotionen.

 

Zwischen der ersten und der zweiten Runde gab’s Risotto und Feines vom Grill. Verschnaufpause und Zeit vom Präsidenten Blatter zu erfahren, wie es zu solchen Abenden kommt: «Wir möchten uns öffnen. Pétanque ist ein fantastischer Sport für alle. Ein Spiel für jung und alt. Wir haben hier vor Ort eine wunderbare Infrastruktur mit einem gemütlichen Clubhaus. Bald bekommen wir eine neue Lichtanlage. Wir investieren, weil wir mehr Leute für diesen fantastischen Sport gewinnen möchten. Wir sind offen für weitere Anlässe und neue Mitglieder.»

 

 

Elisabeth Unternährer, Verantwortliche für die Spielleitung, verkündete die Rangliste und nannte die acht Besten. Die 21-jährige Céline Getzmann – obwohl nicht unter den Top-Ten – hat das zwanglose Zusammensein genossen: «Vor zwei Wochen haben wir wieder mit dem Training begonnen. Vor allem Kraft. Das gemeinsame Berühren von Reck und Ring ist in Corona-Zeiten noch nicht erlaubt. Aber so ein lockerer Abend wie dieser mit meinen Freundinnen ist trotz Schutzmassnahmen und Abstandsregeln schon cool.»                                                                 

(www.petanque-entfelden.ch)